Name: Caro Passiert in: Australien
Last year I was going to a dinner with my Australian host family in Brisbane. I ordered some
salad and asked the waiter if there would be »mice« in the salad. The waiter and my family
were shocked. I didn’t understand their reaction. Then my host brother told the waiter that I
came from Germany. »Ok, I didn’t know it was common to eat mice in Germany. Strange culture
«, the waiter laughed. I didn’t know what was going on, but I was sure they misunderstood
me. Later, when we were at home, I found out that »Mais« is called »corn« in English and not
»mice«. How embarassing but funny afterwards.
Klar: Wer nach Mäusen im Salat fragt, wird schon mal schief
angeschaut. Mit dem elektronischen Wörterbuch zur Hand wäre
Caro gar nicht erst reingefallen auf den »false friend« –
dies ist die Bezeichnung für Begriffe aus zwei Sprachen, die
sich hinsichtlich der Rechtschreibung oder Aussprache ähneln,
jedoch unterschiedliche Bedeutungen haben. »Mais« ins EX-word
eingetippt ergibt »corn«. Hätte Caro das gewusst, hätten die
Australier sich nicht über die deutschen Essgewohnheiten
wundern müssen!
Name: Alexander Passiert in: Deutschland
Ich hatte Verwandtschaft aus England bei mir zu Besuch. Eine gute Bekannte von mir war
während dieser Zeit auch da und unterhielt sich fleißig mit meinen Gästen. Als meine Tante
aus England dann nach dem roten Punkt auf ihrer Nase fragte, antwortete meine Bekannte
mit der Aussage: »I have a pickle on my nose.« Woraufhin natürlich alle lachten. Inzwischen
hat sich das Mysterium um die Gurke auf der Nase gelöst und auch meine Bekannte kann
sich jedesmal wieder köstlich darüber amüsieren.
Wenn man von einer sauren Gurke auf seiner Nase spricht,
muss man mit verwunderten Blicken rechnen. Das EX-word hätte
Alexanders Bekannte vor dem »false friend« bewahrt – und
sie hätte den »pimple«, »spot« oder »zit« beim Namen
nennen können!
Name: Sophie Passiert in: Deutschland
Meine französische Austauschpartnerin schnappte irgendwo den Begriff »Schwein gehabt«
auf. Auf ihre Frage, was es denn heißt, erklärte ich ihr, dass es »Glück gehabt« bedeutet. Als
meine Eltern sie später fragten, ob sie schon meinen Bruder kennengelernt hätte, antwortete
sie: »Nein, das Schwein hatte ich noch nicht!«
Redewendungen lassen sich meist nicht eins zu eins
übersetzen: »Schwein haben« heißt sinngemäß auf Französisch
»avoir du bol« oder »avoir du pot«. Auch hier werden Wörter
wie »Schale« oder »Topf« gebraucht, um »Glück« auszudrücken.
Im EX-word nachgeschaut wäre Sophie auf die Übersetzung
gestoßen und hätte es ihrer Austauschpartnerin sicherlich besser
erklären können.